Solinger Schmiedehandwerk

"Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist."

Solingen Messer schmieden

In den Tälern waren die Schleifer ansässig und an den Höhen der Umgebung befanden sich die Schmiedewerkstätten. Das Solinger Klingenhandwerk hat eine ebenso lange Tradition und heute sind die in Solingen hergestellten Kochmesser ein Qualitätsprodukt, das in der ganzen Welt große Anerkennung genießt.


Schmieden ist im Prinzip das Druckumformen von Metallen zwischen zwei Werkzeugen durch Querschnittsveränderung. Man unterscheidet Gesenkschmieden, Freiformschmieden und Halb, - Halbwarm – und Kaltschmieden. Diese verschiedenen Techniken werden auch in Solinger Schmiedebetrieben verwendet und haben lange Tradition. Die Stahlfabrikation beruht auf dem Abbau von Eisenerz aus der Umgebung. Schon im 13. Jahrhundert ist das Gewerbe des Klingenherstellers urkundlich gesichert. Ursprünglich lag der Fokus auf der Produktion von Schwertern, aber durch die ähnliche Herstellung und die Verwandtschaft in der Herstellung und eine große Nachfrage, fanden auch die Solinger Messer schnell hohen Absatz in ganz Europa.

Die Herstellung im Mittelalter erfolgte auf die mechanische Art. Es wurde hartes und sprödes Eisen mit weichem und biegsamem Stahl durch Verdrillen und bis zu hundertfachem Falten vereint. Konkurrenz hatten die Solinger Schmiede in dem Damaszener Stahl. Bei diesem aus Damaskus stammenden Verfahren werden verschiedene Stahlschichten miteinander verschmolzen. Auf dieses Geheimnis kamen die Solinger eines Tages auch und schmiedeten fortan mit dieser Technik und gelangten große Anerkennung in der ganzen Welt. Wobei diese Technik im Laufe der Jahrhunderte zu oben erwähnten verfeinert und spezialisiert wurde.