Solinger Schleifhandwerk

Der perfekte Schliff - Solinger wissen wie!

Messer schleifen

In Solingen etablierte sich im Zuge der Arbeitsteilung das Schleifen zu einem eigenen Industriezweig. Im 14. Jahrhundert entstanden sogenannte Schleifkotten – Schleiferwerkstätten - in denen große Schleifsteine mittels Wasserkraft betrieben wurden. Bis ins 19. Jahrhundert hatten diese Werkstätten ihre Blütezeit.

Sie verloren während der Industrialisierung, wo Dampfmaschine und Elektromotor ganze Handwerkszweige überflüssig machten, an Bedeutung. 1802 waren im Solinger Raum 93 Kotten in Betrieb. An den Ufern des Flusses Itter gab es kaum Land, wo keine Schleifkotte stand, da sie durch ihr starkes Gefälle starke Wasserkraft abgab.

Man kann heute immer noch Zeugen dieser vorindustriellen Zeit besuchen. Zum Beispiel die Balkhauser Kotten. Nach und nach stiegen die hiesigen Schleifer auf Dampfkraft um und nannten ihre Betriebe dann "Maschinnen". Die Schleifer arbeiteten unter gefährlichen und ungesunden Arbeitsbedingen. Körperlich hart war es und die ständige Nässe tat auch ihr Übriges. Aber die Schleifer konnten ihr Handwerk und vertraten die deutschen Tugenden.