Böker Messer

Beliebt bei Sportlern, Sammlern und Profiköchen gleichermaßen!

Böker ist ein traditionelles Familienunternehmen, dessen Geschichte im 17. Jahrhundert mit der Herstellung von Handwerkszeug in Remscheid begann. Später nahmen sie aufgrund großer Nachfrage die Produktion von Säbeln, Taschenmessern und Scheren auf.

Das ursprünglich kleine Unternehmen beanspruchte um 1830 inzwischen 64 Schmieden, 47 Schleifer und eine große Zahl ungelernte Arbeiter. Die Familie Böker war schon im 19. Jahrhundert sehr geschäftstüchtig und abenteuerlustig. Sie wollten angesichts dieses wachsenden Betriebes ihre Ressourcen aufteilen, um ihre Interessen optimal zu nutzen. Hermann Böker wanderte aus und gründete in New York die H. Boker & Co. Robert Böker, vermutlich der Sohn von Hermann, baute sein Unternehmen in Kanada auf und gründete später auch eine Filiale in Mexiko.

Nur Heinrich Böker, ein Cousin ging nach Solingen, da dort die Messerkunst gerade florierte. Das Solinger Unternehmen machte Böker Messer zu einer Marke und in der ganzen Welt bekannt. Durch die Firmen in Amerika und Kanada, fanden die Böker Messer schnell Verbreitung in Übersee. Als Firmenlogo glänzt auf den Messern, wie sollte es anders sein, der Kastanienbaum, der einst den Arbeitern der Urfirma in Remscheid Schatten spendete. Das Sortiment der Böker Messer ist durch seine außerordentliche Vielfalt geprägt. Besonders beliebt ist Böker für seine Sport - und Sammlermesser.


1869 geht Heinrich Böker nach Solingen und gründet dort zusammen mit Hermann Heuser die Firma Heinr. Böker & Co. Hermann Heuser war zu dieser Zeit schon ein bekannter Schneidwaren – Fachmann.

Im 19. und 20. Jahrhundert florierte das Unternehmen in Solingen weiter. Die höchsten Verkaufszahlen hatten sie auf dem amerikanischen Markt. Durch die weiterhin guten und freundschaftlichen Beziehungen des Familienunternehmens untereinander, arbeiteten das deutsche und die amerikanischen Unternehmen Hand in Hand. Durch die steigenden Nachfragen nach Böker Messern in Amerika, begannen die amerikanischen Ablegerfirmen schon selbst mit der Produktion von Messern, besonders Taschenmessern, da die Solinger Firma mit der Lieferung nach Übersee nicht nach kam. Die Betriebe in Amerika durften das Firmenlogo der Kastanie auch für ihre Produkte benutzen.

Im zweiten Weltkrieg fiel der Betrieb in Solingen einem Brand zum Opfer und wurde komplett zerstört. Arbeiter des Betriebes, die den Krieg überlebten, halfen die Firma wieder aufzubauen, um wieder auf dem alten Qualitätsniveau ihre Böker Messer produzieren zu können.

In den 50- iger Jahren wurden die amerikanischen Partnerbetriebe wieder die Hauptabnehmer von Heinr. Böker & Co. aus Solingen.

Anfang der 60- iger Jahre wurde Böker USA verkauft. Letztendlich übernahm der bekannte Scherenhersteller Wiss & Sons das Unternehmen. Er machte weiter mit der Produktion von Böker Messern und vertrieb die Solinger Produkte.

Anfang der 70- iger Jahre wurde Böker USA von Wiss & Sons an den multinationalen Konzern Cooper Industries verkauft, was für Böker sehr vorteilhaft war, da Cooper Industries eine enorme Marktkraft hatte und die Firma letztendlich wieder zu ihrer ursprünglichen Größe und Präsenz wachsen ließ. Die Firma Heinr. Böker & Co. war nun in der Lage die Produktion zu rationalisieren und neue Produktserien zu entwickeln. Cooper Industries in den USA gab die Messerproduktion nach einigen Jahren auf und übertrug Heinr. Böker & Co. In Deutschland das amerikanische Warenzeichenrecht zurück. Somit konnten sie nun wieder selbstverantwortlich auf dem amerikanischen Markt Produkte verkaufen.

1983 wurde die Tochtergesellschaft Böker Arbolito S. A. in Buenos Aires gegründet. Man produziert dort hauptsächlich Haushalts- und Berufsmesser, aber auch qualitativ anspruchsvolle Jagd- und Outdoor Messer mit traditionellem Design.

1986 wird die Tochtergesellschaft 1986 Boker USA, Inc. in Denver, Colorado gegründet.